Die passenden Farben für deine Kosmetik
- Vanessa Arnezeder

- 21. Apr. 2024
- 9 Min. Lesezeit
Farben gibt es unzählig viele - ob als Pulver, in flüssiger Form oder pastös. Die Frage, die sich uns Selber-Rührer/Innen und Sieder/Innen aber immer wieder stellt ist:
Welche Farbe lässt sich für mein Produkt am besten verarbeiten?
So vielfältig die Farben in ihrer Zusammensetzung auch sind, so vielfältig sind deren Einsatzgebiete und es gibt tatsächlich einige Spielregeln, die man bei der Wahl der richtigen Farbe unbedingt beachten sollte, damit man am Ende nicht enttäuscht wird.
Am wichtigsten ist die Frage, ob die gewünschte Farbe wasser- oder öllöslich ist und auf welcher Basis die zu färbende Formulierung besteht.

Diese kleine Charakteristik soll dir einen Überblick verschaffen, welche Farben für dein Wunschprodukt am geeignetsten ist.
1. Die Lebensmittelfarben
nur für wasserhältige Formulierungen geeignet!
Lebensmittelfarben bestehen aus einem Hilfs- bzw. Lösungsmittelstoff wie Wasser und Propylene-Glycol. Die darin enthaltenen Farbstoffe sind zum Beispiel Chinolingelb (E104, gelb), Brillantblau (E133 FCF, blau) und Cochenillerot A (E124, rot).
Lebensmittelfarben können mit natürlichen Farbstoffen aus tierischen oder pflanzlichen Quellen wie z.B. Karmin, Annatto, Rote Rüben, Chlorophyll, Kurkumin, Hibiskus oder Paprika gefärbt sein, jedoch können Farbstoffe auch synthetisch erzeugt werden - diese Farbstoffe werden dann als naturident bezeichnet.
Lebensmittelfarben dienen in der Industrie hauptsächlich zum Farbangleich von Lebensmitteln, damit diese immer das gleiche Aussehen haben und damit ihre Attraktivität beim Käufer erhöht wird. Strahlende Farben suggerieren immer Gesundheit, Frische und eine hohe Qualität des Produktes.
Im Bereich der Kosmetik eignen sich Lebensmittelfarben wunderbar, um wasserbasierte Formulierungen einzufärben, wie zum Beispiel:
• Färben von Badekosmetik (Badesalze, Badekugeln, Bademilch, Badetabs)
Wenn Sie zum Beispiel Badekugeln mit Natron und Zitronensäure herstellen möchten, dann kann die Masse beim Zugeben der flüssigen Lebensmittelfarbe etwas zu Sprudeln beginnen, da durch den Wasseranteil in der Lebensmittelfarbe die chemische Reaktion zwischen Säure (Zitronensäure) und der Base (Natron) schon ein bisschen in Gang gesetzt wird. Wenn man die Masse aber dann rasch mit den Händen verknetet, dann beruhigt sich die Masse wieder und kann normal weiterverarbeitet werden.
• zum Färben von wasserbasierten Kosmetikformulierungen (Duschgel, Emulsionen etc.)
Hier reicht eine ganz kleine Menge, um eine intensive Färbung zu bekommen. Auf 200ml sind das oftmals nur 1-2 Tropfen, je nachdem, wie intensiv man die Wirkung wünscht.
• zum Färben von kosmetischen Formulierungen mit einer Wasserphase (Cremen, Emulsionen etc.)
• zum Färben von Zahncreme und Mundspülungen
Gerade die Kleinsten sind vom Zähneputzen oftmals weniger begeistert, da hilft es, die Zahncreme in bunten Farben zu gestalten und sie, wenn nötig, mit Kosmetikaromen zu aromatisieren.
• zum Färben von so genannten Gießseifen bzw. Glycerin-Seifenblöcken
Diese bereits fertig verseiften Seifenblöcke werden geschnitten, gefärbt und beduftet und dann wieder in Formen gegossen und nach dem Erhärten ausgeformt. Diese Art "Seife zu sieden" hat nichts mit einem "echten" Verseifungsprozess zu tun und es werden auch keine chemischen Vorgänge ausgelöst, daher ist dieses "Seifen gießen" ideal für Kinder.
• zum Färben von Shampoo-Bars und Duschbars
Bei der Herstellung von Shampoo-Bars sollte man Allgemein mit Farben etwas vorsichtig sein, denn alle Farben (auch Lebensmittelfarben) können mit etwaigen Haarfarben oder Blondierungen kollidieren. Bei gefärbten Haaren (wenn die Haarstruktur durch das Färben aufgeraut ist) dann haften (auch unerwünschte) Farben besser am Haar und können den Farbton verändern!
Nicht geeignet sind Lebensmittelfarben, um
• "Echten" Seifenleim zu färben (also wenn Sie NaOH, die Lauge, und Fette verseifen)
• rein fetthaltige Formulierungen zu Färben (Balsam, Gesichts- und Körperöle etc.)
Lebensmittelfarben färben beim puren Kontakt kurzfristig auch die Haut, dies lässt sich aber mit viel Wasser und Seife noch am gleichen Tag wunderbar abwaschen. Es bleiben keine Rückstände an Badewannen und Oberflächen zurück.

2. Die Schimmerpigmente "Micas"
Farbpigmente sind winzig, aber ohne sie wäre die Welt sicherlich ein bisschen grauer!
Farbige Micas oder auch als Schimmerpigmente bezeichnet, zaubern die bunten Farben in unsere Schminkprodukte, Keren und Seifen. Sie bestechen durch wundervolle Farben und einen Hauch von Schimmer bis zu fast metallischem Glanz.
Ausgangsmaterial ist häufig feinst vermahlener Glimmer - ein Mineral aus der Gruppe der Schichtsilikate. Diese Glimmerflocken werden mit hochhitzebeständigen Farbstoffen wie Eisenoxiden, Ultramarinen oder auch Chromoxid beschichtet.
Micas in der Kosmetik und in Seifen
Achte bei dem Kauf von Micas bitte auf kosmetische Qualität, damit du sie in allen Arten von kosmetischen Formulierungen einsetzen kannst.
Micas in der Kerzenherstellung
Schimmerpigmente eignen sich perfekt zum Färben von Kerzenwachs,denn die umfangreiche Farbpalette der Schimmerpigmente ermöglicht sehrfarbintensive, farbstabile und bunte Kerzen.
Wichtig bei der Verarbeitung
Rühre die gewünschten Farben mit einem Mini-Mixer oder einem Handrührgerät in die heiße Wachsmasse. Lass diese dann vor dem Einfüllen unbedingt etwaseintrüben, damit sich die Pigmente besser im Wachs halten können, denn sie sind so fein, dass sie leicht zu Boden sinken können und die Farbe dann nur minimal (bzw. an der Oberfläche) zu erkennen ist.
Bitte verwende bei der Kerzenherstellung nur eine minimale Menge an Micas, denn diese lassen den Docht schnell "ertrinken" und die Kerze brennt dann nicht schön oder im Extremfall gar nicht.
Die Herstellung von Schimmerpigmenten
MICAS werden durch Beschichten von Muskovit-Glimmerplättchen mit hoch hitzebeständigen Eisenoxiden, Ultramarinen (als „naturidentisch“ bezeichnet) oder auch synthetischen Farbstoffen erzeugt.
Die populärsten Glimmerminerale sind Biotit, Muskovit und Fuchsit, die zwar von unterschiedlicher Farbe sind, doch alle mit dem glimmertypischen Glitzern aufwarten und in der Natur beispielsweise in den Gesteinen Granit, Marmor und Gneis vorkommen.
Diese Muskovit-Glimmerplättchen werden vor dem Beschichten feinst zerkleinert und gereinigt, damit sie für die kosmetische Verwendung zuglassen werden können.
Die Welt der Micas
MICAS decken ein sehr breites Farbspektrum ab – je nach Partikelgröße variieren sie in der in Deckkraft und der Ausprägung des Glanzes: je kleiner die Partikelgröße, desto weniger ausgeprägt ist der Glanz und desto höher die Deckkraft.
Die Farben können daher schillernd, schimmernd, glitzernd oder matt sein – wie Sonnenstrahlen, die auf einen Reflektor treffen und so unterschiedliche Farben hervorzaubern.
Schimmerpigmente eignen sich perfekt
• zur Herstellung von Lidschatten, Kajal, Wimperntusche und Augenbrauenstiften
Schimmerpigmente sind ein absolutes Muss für Schminkprodukte! ;-)
Sie dürfen auf keinen Fall elektrisch oder im Mörser vermischt werden, da Glanz und Glimmer verloren gehen können.
Die Farben lassen sich wunderbar miteinander mischen und ergeben so ganz individuelle Farbschattierungen. Die Farbtöne von Lieblingslidschatten und -lippenstift aus dem Handel lassen sich mit ein wenig Geduld einfach und unkompliziert herstellen.

• zum Färben der Seifen in strahlenden, intensiven Farbtönen
Schimmerpigmente eignen sich perfekt zum Färben des Seifenleims. Die umfangreiche Farbpalette der Schimmerpigmente ermöglicht sehr farbintensive und bunte Seifen. Ein großer Vorteil der Pigmente ist ihre Farbechtheit (die Farben "blassen" nicht aus), auch bluten sie nicht aus.
Verarbeitung: von den flüssigen Fetten der Seifenrezeptur eine kleine Menge abziehen (etwa einen Esslöffel) und darin das Pigment gut anrühren. Zum Einfärben von etwa 1300g Seifenleim verwendet man ca. 10g Schimmerpigment. Um eine geringere Menge Seifenleim einzufärben nimmt man entsprechend weniger Pigment. Diese Mischung wird dann in den fertigen Seifenleim eingerührt.
Um einen gleichmäßigen Farbton zu erhalten, wird die Farbmischung kräftig und gleichmäßig eingerührt, so dass der Seifenleim einheitlich eingefärbt ist. Wird die Farbmischung nur durch den Seifenleim "durchgezogen" können schöne Marmorierungen in die Seife gezaubert werden.
Für ein glänzendes Seifentopping wird einfach etwas Schimmerpigment auf den schon abgefüllten Seifenleim gestreut.
• zum Färben von Shampoo-Bars und Duschbars
Bei der Herstellung von Shampoo-Bars sollte man allgemein mit Farben etwas vorsichtig sein, denn alle Farben (auch Lebensmittelfarben) können mit etwaigen Haarfarben oder Blondierungen kollidieren. Bei gefärbten Haaren (wenn die Haarstruktur durch das Färben aufgerauht ist) dann haften (auch unerwünschte) Farben besser am Haar und können den Farbton verändern!
• als Schimmerzusatz in Bodylotionen
• als farbgebende Komponente in Mineral- Make-Up-Produkten
• als Zusatz in Rouges bzw. Bronzener
• zum Einfärben von Badekosmetik (Badekugeln, Badebutter etc.)
Schimmerpigmente eignen sich wunderbar auch zum Färben von Badekosmetik und können überall dort eingesetzt werden, wo auch ölhaltige Rohstoffe (wie z.B. Buttern, Pflanzenöle etc.) verarbeitet werden.
MICAS sind nur in Ölen dispergierbar und in Wasser nicht löslich, daher achte bitte bei der Verarbeitung darauf, dass dein zu färbendes Produkt (auch) eine Ölphase hat!
Tipp zum optischen Verfeinern deiner Badekugeln
Mische etwas MICA mit Alkohol an, sodass eine breiige Masse entsteht. Mit Hilfe eines feinen Pinsels kannst du deine Badekugeln außen optisch interessant verzieren!
Wichtige Information
Wenn du Micas in deiner Badekosmetik einarbeiten möchtest, dann achte bitte darauf, diese nicht zu überdosieren!
Schimmerpigmente "klammern" sich an die Ölteilchen z.B. in Badebutter und Badeölen - spülen Sie nach dem Bad die Badewanne heiß aus, denn wenn die Ölteilchen an der Wanne kleben bleiben, dann bleiben auch die Schimmerpigmente mit dem Öl daran kleben. Eine Reinigung ist aber ganz unproblematisch mit Badreiniger möglich.
3. Die matten Pigmente
Matte Farbpigmente haben keinen Glanz jedoch eine wesentlich höhere Deckkraft als Schimmerpigmente. Sie bilden die Grundlage der Einfärbung von Mineralpudern wie Mineral-Make-Up, Rouge und Foundation und geben Seifen eine sehr satte Farbe.
Die Farbpalette ist bei weitem nicht so umfangreich und bunt wie die der Schimmerpigmente.
Zu den matten Farbpigmenten zählen vor allem die Eisenoxide, Ultramarine, Chromoxide und Manganese Violet.
Ausnahmen:
• Alle Farben, die Chromoxid Grün enthalten, sind nicht zur Anwendung für Lippen(pflege)produkte zugelassen!
• Manganese Violett ist nicht alkaliresistent und daher leider nicht für die Seifenherstellung geeignet.
• Ultramarine sind nicht sehr säurebeständig. In Kombination mit Säure entsteht häufig Schwefel. Daher ist davon abzuraten, Ultramarine für Badekosmetik mit Säureanteil (Zitronensäure, Weinsäure, ...) zu verwenden.
Matte Pigmente sind in Wasser und Öl dispergierbar und eignen sich daher sowohl zum Färben von wasser- als auch fetthaltigen Formulierungen.
Eisenoxide sind mineralische Erdfarben, die heutzutage jedoch synthetisch hergestellt werden und daher eine große Reinheit aufweisen. Eisenoxide sind matt, decken gut und können mit Titandioxid oder weißer Tonerde zu vielen helleren Tönen gemischt werden.
Einige der bekanntesten Eisenoxide sind die Farben Schwarz, Gelb und Rot. Aus diesen drei Farben kann man sich mit der benötigten Basis (so genannte Füllstoffe wie Serizit-Micas, Titandioxid, Seidenpulver/Perlenpulver, Zinkoxid oder amorphe Kieselsäure) jede Farbe von Mineral-Make-Up selber machen.
Matte Pigmente eignen sich perfekt
• als farbgebende Komponente im Mineral- Make-Up, Rouge und Corrector
• zur Herstellung von Kajal, Wimperntusche und Augenbrauenstiften
• zur Seifenherstellung (Ausnahme: Manganese Violet)
• als Zusatz in Bronzener und Finisher
• zum Einfärben von Badekosmetik (Badekugeln, Badebutter etc.)
Ausnahme: Ultramarine sind nicht säurebeständig und können sich zu schwefelhaltigen Verbindungen zusammenschließen, daher sollten sie nicht in Badekosmetik und Formulierungen eingearbeitet werden, die Säure (z.B. Zitronensäure) enthalten.
Verarbeitung von matten Pigmenten in der Seifenherstellung
Matte Pigmente sollen in etwas Wasser oder Pflanzenöl vorgelöst werden, damit sich beim Einarbeiten in den Seifenleim keine Klümpchen bilden. Nachdem diese matten Pigmente sowohl in Öl als auch in Wasser gut dispergierbar sind, kannst du dir aussuchen, wo du das Pulver vorlösen möchtest.
Verarbeitung von matten Pigmenten in der Naturkosmetik
Auch beim Einarbeiten von matten Pigmenten in Duschgels oder Haarshampoo empfehle ich das Vorlösen in etwas Wasser oder Glycerin, damit sich keine Klümpchen bilden.

4. Farben aus natürlichen Pflanzenpulvern
In der Rührküche und beim Seifen sieden spielen pulverisierte Kräuter, Blüten und Pflanzen eine wesentliche Rolle, denn mit ihnen lassen sich Rezepturen verfeinern, Peelings effektiv und einfach herstellen und Badekugeln, Seife und Co. mit ihrer Farbenpracht aufpeppen.
Das Färben mit Pflanzenfarben kann auf eine jahrtausende alte Geschichte zurückblicken. Bereits die Ägypter hatten das Wissen den pflanzlichen Farbstoff aus den Färberpflanzen zu extrahieren und ihn zu ihren Vorteilen zu nutzen. Nachweislich wurden Kleidungsstücke mit Hilfe der Färberdistel, der Krappwurzel und der Indigopflanze gefärbt.
Färben mit Pflanzenpulvern wird der Philosophie der Naturnähe wohl am ehesten gerecht, denn diese Pflanzenpulver werden schonend und sehr naturnah hergestellt. Die färbenden Pflanzenteile werden getrocknet und feinst vermahlen.
Die färbenden Pflanzenstoffe
Pflanzenfarben bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher organischer Moleküle und lassen sich aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften in folgende Gruppen einteilen:
1. Carotinoide
Carotinoide färben von gelb bis violett und sind ausgezeichnet öllöslich. Ihre Stabilität in Seifen ist gut (z.B. Annatto-Samenpulver)
2. Flavonoide
Diese Gruppe färbt vorwiegend gelb – sie sind ganz gut lichtstabil und halten in der Seife ebenso ganz gut. (z.B. Tagetes, Ringelblume)
3. Anthocyane/ Anthocyanidine
Die Farben reichen hier von rot-violett bis blauschwarz, aber leider sind sie bei der Seifenherstellung meist nicht zu gebrauchen, da sie sich unschön braun färben (Z.B. Hibiskusblütenpulver)
4. Naphthochinone
Bei dieser Gruppe können die Raben von Violett bis Braun-Orange reichen (z.B. Alkannawurzel)
5. Anthrachinone
Hier reicht die Farbpalette von orange-rot bis purpur; sie halten jedoch die Farbe in der Seife gut und werden daher gerne verwendet (z.B. Krappwurzel)
6. Chlorophylle
Dieser grüne Farbstoff gibt auch in der Seife eine schöne Färbung, jedoch hält diese nicht lange an (z.B. Brennnessel, Spirulina-Algenpulver)
Pflanzenpulver eignen sich in der Kosmetik zum Färben von
• Zahncremen und Mundspülungen
• Duschgels, Haarshampoos und Reinigungsprodukte aller Art
• Badekosmetik (Badesalze, Badetabs, Badeschaum etc.)
• Seifen (mit einigen Ausnahmen - siehe unten!)
• zum Färben von Shampoo-Bars und Duschbars
Bei der Herstellung von Shampoo-Bars sollte man Allgemein mit Farben etwas vorsichtig sein, denn alle Farben (auch Lebensmittelfarben) können mit etwaigen Haarfarben oder Blondierungen kollidieren. Bei gefärbten Haaren (wenn die Haarstruktur durch das Färben aufgerauht ist) dann haften (auch unerwünschte) Farben besser am Haar und können den Farbton verändern!
Ich empfehle, bei Shampoo-Bars Pflanzenpulver mit Wirkung auf die Haare zu verwenden: hier eignen sich wunderbar Brennnessel-Pulver, Ackerschachtelhalm-Pulver, Amla-Pulver, Rosmarin-Pulver, Salbei-Pulver etc., denn diese haben eine weniger ausgeprägte Färbekraft, aber eine intensive Wirkung auf unser Haar!
Pflanzenpulver sind in den meisten Fällen wasserlöslich, wie z.B.
• Aktivkohle (perfekt für schwarze, dunkle Farben in Seifen, Badekosmetik, Peelings und Zahncremen - auch in der Seife wunderbar farbstabil)
• Hibiskusblüten-Pulver
• Himbeer-Pulver
• Rosenblüten_Pulver
• Rote-Beete-Pulver
• Spirulina-Pulver (für ein intensives, strahlendes Grün - auch in der Seife wunderbar farbstabil und wirklich ein schönes, sattes Grün)
• Weidenrinden-Pulver
Einige Pflanzenpulver sind aber besser öllöslich wie z.B.
• Alkanna-Wurzelpulver (zum Färben von Seifen - dieses Pulver am besten einige Stunden oder Tage vorher in Öl ansetzen, um einen intensiv violett/blauen Farbton zu erhalten)
• Annatto-Samenpulver (auch dieses vorher in Öl lösen und dann der Seife zufügen)
• Drachenblut (auch dieses Pflanzenpulver, das aus den Früchten des Drachenbaums gewonnen wird, ist am besten in Öl löslich - wenn Sie es als Wirkstoff für die Kosmetik verwenden möchten, dann empfehlen wir einen Auszug in Weingeist (96%igem Alkohol)
• Indigo-Pulver (ist der echte Klassiker bei blauen, strahlenden Farben sowohl für die Seife als auch für Badekosmetik. Indigo ist sehr intensiv!)
• Sandelholz-Pulver (färbt die Seife leicht gelblich bis intensiv orange, je nach Einsatzkonzentration)
Grundsätzlich sind Pflanzenfarben, die öllöslich sind, auch in der Seife sehr gut farbstabil, die wasserlöslichen Pflanzenfarben sind jedoch weniger farbstabil in der Seife, da sie durch die chemische Reaktion der Lauge ihre Farbe verändern können. Außerdem verblassen Pflanzenfarben in der Seife schneller als beispielsweise Schimmerpigmente oder matte Pigmente.

5. Pflanzliche Pigmente
Im Unterschied zu den Farbstoffen, die immer entweder öl- oder wasserlöslich sind, gibt es noch die Pigmente, die unlöslich sind und daher auch eine intensivere Farbwirkung haben, die sich besser in der Seife hält.
Als Pigmente werden wasserunlösliche Pflanzeninhaltsstoffe bezeichnet, die im Vergleich zu den Farbstoffen sehr lichtecht sind und auch in der Seife die Farben wunderbar halten und sehr intensiv sind. (z.B. Indigo, Drachenblut)
Bei diesen stark färbenden Pflanzenpulvern reicht eine Dosierung von 1 guten Messerspitze auf ca. 50g Öl.


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